Fragen und Antworten zum Thema Rauchen
Ab wann bin ich als Raucher süchtig?
Grundsätzlich geht man davon aus, dass tägliches Rauchen ab 5 – 10 Zigaretten eine Sucht darstellt. Wichtig ist jedoch auch, ob bereits morgens nach dem Aufstehen bereits eine Zigarette geraucht wird, oder wie stark die Zigarette das tägliche Denken und Leben beeinflusst.
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Welche Anzeichen deuten auf eine Abhängigkeit hin ?
Bei mindestens der Hälfte aller Raucher treten Abhängigkeitssymptome auf.
Ein Zeichen dafür sind Entzugserscheinungen. Diese äußern sich unter anderem in Nervosität, Angst, Stressintoleranz, Unruhe, Schlafstörungen, depressive Symptome, Aggressivität.
Weitere Anzeichen der Abhängigkeit können sein:
Ein Zeichen dafür sind Entzugserscheinungen. Diese äußern sich unter anderem in Nervosität, Angst, Stressintoleranz, Unruhe, Schlafstörungen, depressive Symptome, Aggressivität.
Weitere Anzeichen der Abhängigkeit können sein:
- Das ständige Verlangen Rauchen zu müssen
- Keine freie Entscheidungsgewalt wann und wo Sie rauchen wollen (u.a. Vermeidung von Lokalitäten, in denen Rauchverbot herrscht)
- Sie wissen um die gesundheitlichen Schäden und können trotzdem nicht aufhören
- Sie kennen alle Schäden und Nachteile des Nikotinkonsums und können trotzdem nicht aufhören
Welche Krankheiten und Schäden verursacht das Rauchen ?
Nikotin und die Zusatzstoffe in Zigaretten greifen umfassend in den Organismus ein und bewirken dadurch ein erhöhtes Risiko zu erkranken
Aber auch für Beschwerden wie Impotenz, Hautschädigungen, Zahnschäden, Magengeschwüre etc. ist das Rauchen ursächlich.
Mehr dazu hier >>>
- erhöhtes Krebsrisiko
- Herz- Kreislaufversagen
- Raucherbein bzw. erhöhtes Risiko von Gefäßschädigungen
- Chronisches Lungenleiden (z.B. Lungenemphysem)
- Chronische Bronchitis
- Sucht
Aber auch für Beschwerden wie Impotenz, Hautschädigungen, Zahnschäden, Magengeschwüre etc. ist das Rauchen ursächlich.
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An einer Zigarette ist noch keiner gestorben ?
Das ist natürlich eine Äußerung, die von den nachgewiesenen Gesundheitsgefahren des Rauchens ablenken soll. Tatsächlich müssen Erwachsene größere Mengen Niktotin über den Magen zu sich nehmen, um sich umzubringen. Für den nicht an Nikotin gewöhnten Menschen ist ungefähr 60 mg Nikotin eine tödliche Dosis. In solchen Dosisbereichen kommt es zur zentralen Erregung, zur Atemlähmung und zum Kreislaufkollaps. Eine einzelne Zigarette enthält je nach Marke zwischen ca. 2,5 und 0,9 mg Nikotin.
Wenn Kleinkinder dagegen auch nur eine einzige Zigarette essen, sind sie bereits lebensbedroht.
Wenn Kleinkinder dagegen auch nur eine einzige Zigarette essen, sind sie bereits lebensbedroht.
Zigaretten sollen meiner Haut schaden ?
Das tun sie tatsächlich. Die Inhaltsstofe des Tabaks und die bei der Verbrennung zusätzlich freigesetzten Schadstoffe schädigen neben den Lungen vor allem Haut und Schleimhäute.
In Studien haben sich als auffälligste Hautveränderungen ergeben:
Die gelbe Verfärbung der Fingerspitzen, die Faltenbildung besonders an der Gesichtshaut von Frauen, erhöhtes Hautkrebsrisiko besonders im Bereich der Lippen und des Mundes, schlechtere Wundheilung und gehäuftes und vorzeitiges Absterben von Hauttransplantaten. Ursache hierfür ist die verminderte Durchblutung.
Insgesamt ist die Raucherhaut trocken, ledern und faltig.
Raucher sehen zehn Jahre älter aus als Nichtraucher.
In Studien haben sich als auffälligste Hautveränderungen ergeben:
Die gelbe Verfärbung der Fingerspitzen, die Faltenbildung besonders an der Gesichtshaut von Frauen, erhöhtes Hautkrebsrisiko besonders im Bereich der Lippen und des Mundes, schlechtere Wundheilung und gehäuftes und vorzeitiges Absterben von Hauttransplantaten. Ursache hierfür ist die verminderte Durchblutung.
Insgesamt ist die Raucherhaut trocken, ledern und faltig.
Raucher sehen zehn Jahre älter aus als Nichtraucher.
Warum haben Raucher soviele Probleme mit den Zähnen ?
Über den Zusammenhang von Rauchen und Zahngesundheit berichtete 2003 eine Arbeitsgruppe der Europäischen Union . Nikotinwirkung im Mundbereich beschränkt sich nicht auf die allseits bekannten gelben Zähne. Im Vergleich zum Nichtraucher finden sich gehäuft: Zahnfleischentzündung, Zahnverlust, Erkrankungen des Periodonts, akute Zahnfleischgeschwüre, Zahnbelagbildung, Zahnsteinbildung, zahlreiche Bakterienstämme in der Mundhöhle, Zahnverlust, Kaustörungen und Störungen beim Schließen der Kiefer, belegte Zunge, schwarze Haarzunge.
Mehr als 90 % der Mundhöhlenkrebse bei Männern und ca. 60 % bei Frauen werden durch das Rauchen verursacht.
Aber: nach 3- bis 5-jähriger Rauchpause sinkt das Krebsrisiko um Mundbereich um mehr als 50 % !!
Die Ursachen: Gefäßveränderungen durch das Rauchen, verminderte Durchblutung, tabakrauchassozierte Steigerung von Interleukinen als Ursache für die vermehrten Entzündungen, lokale Schädigungen durch Teerkondensat und andere Abrauchprodukte, etc.
Literaturtipp: Haustein/Groneberg: Tabakabhängigkeit
Mehr als 90 % der Mundhöhlenkrebse bei Männern und ca. 60 % bei Frauen werden durch das Rauchen verursacht.
Aber: nach 3- bis 5-jähriger Rauchpause sinkt das Krebsrisiko um Mundbereich um mehr als 50 % !!
Die Ursachen: Gefäßveränderungen durch das Rauchen, verminderte Durchblutung, tabakrauchassozierte Steigerung von Interleukinen als Ursache für die vermehrten Entzündungen, lokale Schädigungen durch Teerkondensat und andere Abrauchprodukte, etc.
Literaturtipp: Haustein/Groneberg: Tabakabhängigkeit
Warum soll Rauchen impotent machen ?
Rauchen hat eine Fülle von Wirkungen am Urogenital-Trakt. Alle Teile sind beim Raucher häufiger von Krebs betroffen. Aber auch die Wahrscheinlichkeit einer Harninkontinenz ist erhöht. Ebenso bekannt sind Schwierigkeiten beim schwanger werden. So wurden nicht rauchende Paare mit dringendem Kinderwunsch im Durchschnitt nach 2 – 3 Monaten schwanger, rauchende Paare warteten 18 Monate und mehr.
Und tatsächlich: Rauchen macht auch impotent! Bei der umfassendsten Studie zu diesem Thema wurde gezeigt, dass den 40jährigen Raucher zu 5 % Impotenz erwartete. Bei den 70jährigen Rauchern waren es 15 %. Zudem ist bei Rauchern auch die Samenqualität und Spermakonzentration schlechter.
Und tatsächlich: Rauchen macht auch impotent! Bei der umfassendsten Studie zu diesem Thema wurde gezeigt, dass den 40jährigen Raucher zu 5 % Impotenz erwartete. Bei den 70jährigen Rauchern waren es 15 %. Zudem ist bei Rauchern auch die Samenqualität und Spermakonzentration schlechter.
Sind Zigaretten, Pfeife, Zigarren alle gleich giftig ?
Vielfach besteht die Meinung, Zigarrenrauchen oder auch Pfeiferauchen sei weniger gefährlich, weniger gesundheitsschädlich als Zigarettenrauchen. Auch Zigarrenraucher haben ein erhöhtes Risiko für Erkrankungen der Herzgefäße, chronische Lungenkrankheiten und für Krebserkrankungen, insbesondere Kehlkopfkrebs. Pfeifen- und Zigarrenraucher bewerten in der Regel ihr Krebs- und Krankheitsrisiko viel zu niedrig. Das Risiko für die Umwelt durch Passivrauch blenden sie häufig komplett aus. Der Pfeifenrauch ist heißer als der Zigarettenrauch, was zudem thermische Schäden an der Mundschleimhaut zur Folge hat.
Andere Möglichkeiten Nikotin zu sich zu nehmen sind neben der Wasserpfeife sog. "smokeless tobaccos" wie Schnupf- oder Kautabak. Kautabak hat häufiger eine Gelbverfärbung der Zähne zur Folge. Lediglich für eine Sonderform des "smokeless tobacco" aus Schweden, den sog. Snus, ist ein vermindertes Lungenkrebsrisiko nachgewiesen. Snus ist vermahlener Tabak, der in kleine Stoffsäckchen eingenäht ist, auf denen der Konsument kaut.
Andere Möglichkeiten Nikotin zu sich zu nehmen sind neben der Wasserpfeife sog. "smokeless tobaccos" wie Schnupf- oder Kautabak. Kautabak hat häufiger eine Gelbverfärbung der Zähne zur Folge. Lediglich für eine Sonderform des "smokeless tobacco" aus Schweden, den sog. Snus, ist ein vermindertes Lungenkrebsrisiko nachgewiesen. Snus ist vermahlener Tabak, der in kleine Stoffsäckchen eingenäht ist, auf denen der Konsument kaut.
Ich rauche nur "Leichte" - das ist doch nur halb so schlimm ?
Das Märchen von der gesunden Leicht-Zigarette oder der gesunden Menthol-Zigarette!
Beides, die Leicht-Zigarette und die Menthol-Zigarette sind Marketing-Tricks der Zigarettenindustrie. Ziel ist, auf die Antirauch-Diskussion zu reagieren und gleichzeitig mittels chemischer Beimengungen und Veränderungen (die Zigarettenindustrie spricht da von Konstruktion der Zigarette) dem Raucher das benötigte Nikotin zur Verfügung zu stellen. Denn eins war der Zigaretten-Industrie sehr klar: wenn eine Firma eine Zigarette entwickelt, die dem Raucher tatsächlich weniger Nikotin zur Verfügung stellt, wird der Raucher die Marke wechseln. Die Strategien der Industrie, scheinbar leichte Zigaretten oder auch die Mentholzigarette zu entwickeln und gleichzeitig dem Raucher das benötigte Nikotin zur Verfügung zustellen, sind in den Prozessunterlagen aus den USA, wo die United States of America gegen Philip Morris USA Inc. und andere geklagt hatten, nachzulesen. Mit chemischen Tricks (z.B. Veränderung des pH-Wertes) wurde das tatsächlich verfügbare Nikotin erhöht.
Zitat aus den o. g. Prozessunterlagen (S. 92): „ Als Folge dieser Konstruktionsentscheidungen zur Erleichterung der Nikotinausschüttung unterscheidet sich die chemische Zusammensetzung des Zigarettenrauchs der großen Marken, die von den Beklagten als ‚leicht’ oder ‚mit niedrigem Teergehalt’ verkauft werden, nicht wesentlich von ihren ‚vollaromatischen’ Pendants. Aus Sicht eines Chemikers würde ich daher nicht davon ausgehen, dass solche Zigaretten eine bedeutsame Verminderung der Schädigung darstellen. Tatsächlich machen zumindest einige Konstruktionsmerkmale von ‚Leichtzigaretten’ ihren Rauch giftiger als den Rauch ihrer ‚vollaromatischen’ Versionen.“
Beides, die Leicht-Zigarette und die Menthol-Zigarette sind Marketing-Tricks der Zigarettenindustrie. Ziel ist, auf die Antirauch-Diskussion zu reagieren und gleichzeitig mittels chemischer Beimengungen und Veränderungen (die Zigarettenindustrie spricht da von Konstruktion der Zigarette) dem Raucher das benötigte Nikotin zur Verfügung zu stellen. Denn eins war der Zigaretten-Industrie sehr klar: wenn eine Firma eine Zigarette entwickelt, die dem Raucher tatsächlich weniger Nikotin zur Verfügung stellt, wird der Raucher die Marke wechseln. Die Strategien der Industrie, scheinbar leichte Zigaretten oder auch die Mentholzigarette zu entwickeln und gleichzeitig dem Raucher das benötigte Nikotin zur Verfügung zustellen, sind in den Prozessunterlagen aus den USA, wo die United States of America gegen Philip Morris USA Inc. und andere geklagt hatten, nachzulesen. Mit chemischen Tricks (z.B. Veränderung des pH-Wertes) wurde das tatsächlich verfügbare Nikotin erhöht.
Zitat aus den o. g. Prozessunterlagen (S. 92): „ Als Folge dieser Konstruktionsentscheidungen zur Erleichterung der Nikotinausschüttung unterscheidet sich die chemische Zusammensetzung des Zigarettenrauchs der großen Marken, die von den Beklagten als ‚leicht’ oder ‚mit niedrigem Teergehalt’ verkauft werden, nicht wesentlich von ihren ‚vollaromatischen’ Pendants. Aus Sicht eines Chemikers würde ich daher nicht davon ausgehen, dass solche Zigaretten eine bedeutsame Verminderung der Schädigung darstellen. Tatsächlich machen zumindest einige Konstruktionsmerkmale von ‚Leichtzigaretten’ ihren Rauch giftiger als den Rauch ihrer ‚vollaromatischen’ Versionen.“
Schadet Passivrauchen meinen Kindern ?
Kinder sind durch das Passivrauchen in noch höherem Maße betroffen und verletzlich als Erwachsene. Das deutsche Krebsforschungszentrum hat neben vielen anderen Studien 2003 eine Studie veröffentlicht, die besonders eindrucksvoll die Schäden bei passivrauchenden Kindern unter Beweis stellt: Passivrauchende Kinder – Frühe Schädigungen für ein ganzes Leben. (http://www.tabakkontrolle.de/pdf/Passivrauchen_Band2_4_Auflage.pdf).
In Studien nachgewiesene Folgen des Passivrauchens bei Kindern sind häufigeres Auftreten von fieberhaften Infekten, Mittelohrentzündung, Atemwegsinfekte (wie akute oder chronische Bronchitis), keuchende Atmung, Asthma bronchiale, Allergien, Ekzeme, Schnupfen, Komplikationen bei Narkosen, Hirnhautentzündungen, Zahn-Karies.
Wie gesagt, alles bewiesen und durch chemische Analysen zum Beispiel von Nikotin im Kind oder auch Cadmium etc. belegt.
Zusammenfassend kann man sagen:
Rauchen in Gegenwart von Kindern ist Kindesmisshandlung!
In Studien nachgewiesene Folgen des Passivrauchens bei Kindern sind häufigeres Auftreten von fieberhaften Infekten, Mittelohrentzündung, Atemwegsinfekte (wie akute oder chronische Bronchitis), keuchende Atmung, Asthma bronchiale, Allergien, Ekzeme, Schnupfen, Komplikationen bei Narkosen, Hirnhautentzündungen, Zahn-Karies.
Wie gesagt, alles bewiesen und durch chemische Analysen zum Beispiel von Nikotin im Kind oder auch Cadmium etc. belegt.
Zusammenfassend kann man sagen:
Rauchen in Gegenwart von Kindern ist Kindesmisshandlung!
Sind meine Haustiere auch gefährdet ?
Ja, das wird sehr häufig vergessen. Die Veterinärmedizinerin Elizabeth Bertone von der Universität von Massachusetts hat Daten von 180 Katzen untersucht, die in einer Tierklinik wegen eines Lymphoms - einer Krebserkrankung des Lymph-Gewebes - oder wegen Nierenversagen behandelt worden waren.
Das Ergebnis der Untersuchung war, dass ein stärkerer Tabakkonsum der Menschen in der Umgebung der Tiere zu einem wesentlich höheren Krebsrisiko bei Katzen führte.
Katzen, die bei zwei Rauchern lebten, erkrankten sogar mehr als viermal so häufig.
Das Ergebnis der Untersuchung war, dass ein stärkerer Tabakkonsum der Menschen in der Umgebung der Tiere zu einem wesentlich höheren Krebsrisiko bei Katzen führte.
Katzen, die bei zwei Rauchern lebten, erkrankten sogar mehr als viermal so häufig.
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