Nüchterne aber auch erschreckende
Zahlen und Fakten zum Rauchen machen nochmals deutlich, wie gefährlich das Rauchen tatsächlich ist. >>>

Viele Raucher bezeichnen sich als Genussraucher und behaupten, jederzeit aufhören zu können. Welche Anzeichen gibt es, die auf eine Nikotinabhängigkeit hinweisen?
Lesen Sie die "Symptome der Sucht" >>>

Falls die Gefährlichkeit und die Risiken des Rauchens Sie auf den Gedanken gebracht haben, endlich damit aufzuhören, lesen Sie hier, welche
Methoden es gibt, dem Glimmstängel Ade zu sagen! >>>

Rauchen und die Folgen der Nikotinsucht

stacks_image_E58547D6-8713-42DB-A0C3-A93AC1356821
"Rauchen kann tödlich sein. "
Das steht auf vielen Zigarettenschachteln. Dass Rauchen gesundheitsschädlich ist, wissen wir alle.
Ca. 16 Millionen Menschen in Deutschland rauchen trotzdem. Das entspricht einem Drittel aller Erwachsenen in Deutschland (33,9 %). Deutschland nimmt damit im Vergleich der europäischen Mitgliedsstaaten einen der Spitzenplätze ein.

Etwa 140.000 Raucher sterben jährlich in Deutschland an den Folgen des Rauchens. Das sind jeden Tag ca. 400 Menschen. Sogar ca. 3.300 Nichtraucher sterben jährlich an den Folgen des Passivrauchens.
Die volkswirtschaftlichen Kosten des Rauchens betragen im Jahr ca. 18,8 Mrd. Euro.
Langfristig ist bei den Erwachsenen insgesamt ein leichter Rückgang zu verzeichnen, wobei bei den Frauen ein leichter Zuwachs zu beobachten ist.
Da Tabakprodukte zu den sogenannten legalen Drogen gehören, ist es zu befürworten, dass immer mehr Länder, zumindest in den öffentlichen Gebäuden, ein Rauchverbot bestimmen.

Aber nicht nur in Deutschland, sondern weltweit sterben mehr Menschen an den Folgen des Zigarettenrauchens als durch jede andere Erkrankung. Nikotinsucht ist die Sucht mit den größten und nachhaltigsten volkswirtschaftlichen und vor allem persönlichen Schadenseffekten. Vor allem die volkswirtschaftlichen Effekte sind leicht nachzuvollziehen. Die Zahl der ca. 16 Millionen Rauchern ist 100 Mal höher als die Zahl der ca. 160.000 Heroinabhängigen in Deutschland.

Was ist so gefährlich an Zigaretten?

Zwei Dinge machen Rauchen so gefährlich. Tabakrauch enthält nicht nur Nikotin, sondern ca. 4700 andere Substanzen, die zum Teil hochgiftig und radioaktiv sind. Ganz vereinfacht kann man sagen: Nikotin sorgt für die extreme und schnelle Sucht und die 4700 anderen Substanzen für Krankheit und Tod. Die Inhaltsstoffe von Tabakwaren, die mit jedem Zug an der Zigarette in den Körper gelangen sind unter anderem Teer, Formaldehyd, Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Ammoniak, Nitrosamine, Metalle (wie Nickel und Cadmium). Diese Substanzen schädigen den menschlichen Organismus auf Dauer und für die folgenden Krankheiten maßgeblich verantwortlich sind.

Krebs

Krebs

Krebs

kann durch das Rauchen nicht nur in der Lunge, sondern an mindestens 21 verschiedenen Stellen bzw. Organen am Körper gehäuft auftreten. Lunge, Mundhöhle, Zahnfleisch, Lippen, Zunge, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre, Luftröhre, Brust, Magen, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Blase, Harnröhre, Zwölffingerdarm, Dünndarm, Dickdarm, Enddarm, Blut und sogar der Gebärmutterhals bei Frauen können betroffen sein. Im Prinzip sind alle Organe deutlich erhöht krebsgefährdet, mit denen die inhalierten Stoffe der Zigarette in Berührung kommen.
Die Chance, einen Lungenkrebs 5 Jahre zu überleben, liegt bei 10 %.
Etwa 90 – 95 % der an Lungenkrebs erkrankten Erwachsenen sind Raucher.
25 – 40 % aller Menschen, die an Krebs gestorben sind, sind durch das Rauchen gestorben.

Herz- und Kreislauferkrankungen

Sterben

Herz- und Kreislaufkrankheiten

sind die häufigste Todesursache bei Rauchern. In diese Gruppe gehören zum Beispiel Angina Pectoris, Herzinfarkt, Herztod und Herzschwäche. Rauchen ruft vor allem eine akute Verengung der Blutgefäße, ein Ansteigen des Blutdrucks und eine Erhöhung der Herzfrequenz hervor. Langfristig schädigt Rauchen das Gefäßsystem und fördert die Gefäßverkalkung (Arteriosklerose), die häufig Gefäßverschlüsse zur Folge hat. Hauptsächlich betroffen sind die Arterien des Herzens, des Gehirns und der Extremitäten. Wird das Rauchen mit anderen gesundheitsgefährdenden Lebensgewohnheiten kombiniert (Alkohol, Übergewicht, hoher Blutdruck, Stress, etc.), können sich die Risikofaktoren um ein Vielfaches gegenseitig verstärken.
Bei rauchenden Frauen steigt das Infarktrisiko durch Einnahme der Pille nochmals stark an. Bei Rauchern liegt das Durchschnittsalter des Erstinfarktes durchschnittlich 10 Jahre vor dem eines Nichtrauchers. Herzinfarkte vor dem 40. Lebensjahr betreffen fast ausschließlich Raucher.

Raucherbein

Rollstuhl

Raucherbein

Beim Raucherbein (oder Schaufensterkrankheit) handelt es sich um eine arterielle Verschlusskrankheit der Becken- oder Beinarterien. Aufgrund von Gefäßverengungen und -verschlüsse der Beinarterien kommt es zu heftigen Schmerzen beim Gehen. Die Erkrankung tritt nach dem 40. Lebensjahr gehäuft auf. Im Ruhezustand reicht die Durchblutung meist noch aus. Beim Gehen ist der Sauerstoffbedarf jedoch erhöht und ein plötzlich auftretender Schmerz zwingt den Kranken dazu, stehen zu bleiben. Dieser immer wiederkehrende Zwang, wg. der belastungsabhängigen Schmerzen stehen bleiben zu müssen, hat zu der Bezeichnung „Schaufensterkrankheit“ geführt. Wer dieses Alarmzeichen nicht ernst nimmt und beim ersten Auftreten von Schmerzen unterhalb der Kniekehlen nicht sofort das Rauchen einstellt, muss mit größeren Beschwerden und ernsthaften Gesundheitsgefahren rechnen. In 11 % der Fälle dieser „Schaufensterkrankheit" ist die Konsequenz eine Amputation eines oder beider Beine. Jährlich werden in Deutschland ca. 10.000 Beinamputationen durchgeführt. 99% davon, also im Prinzip fast alle, sind Raucherbeine.

Chronische Bronchitis

Husten

Chronische Bronchitis

ist eine Erkrankung der Atemwege mit Husten und Auswurf. Sie wird durch den Teer und die anderen Substanzen im Tabak hervorgerufen. Es kommt zu einer Lähmung der Flimmerhärchen der Atemwege, die den Staub, der in die Lunge kommt, nicht mehr heraus befördern können. Außerdem ist die Folge eine chronische Entzündung der Bronchialzellen. Es kommt zum "Raucherhusten", der chronischen Bronchitis. Chronische Entzündungen sind der Boden, auf dem Tumore (Krebs) entstehen können. Meist verschwindet der Raucherhusten und die chronische Bronchitis klingt ab, wenn mit dem Rauchen aufgehört wird.

Lungenblähung (Emphysem)

Atemmaske

Emphysem (Lungenblähung)

ist die Folge und oft das Endstadium der chronischen Bronchitis. Beim Lungenemphysem wird jeder Atemzug zur Qual und es besteht dauerhafte Atemnot. Beim Ausatmen, was nur unter großer Anstrengung möglich ist, kann nicht mehr die gesamte verbrauchte Luft aus der Lunge ausgestoßen werden. Die Lungenbläschen werden nicht mehr ganz geleert. So vergrößern sie sich und können dadurch sogar platzen. Im weiteren Verlauf der Krankheit wird das engmaschige Netz des Lungengewebes immer gröber und die Zahl der funktionsfähigen Lungenbläschen nimmt stetig ab. Dabei verringern sich die Lungenoberfläche und damit die Möglichkeit, Sauerstoff aufzunehmen. Patienten mit diesem Leiden müssen schneller atmen und können in schweren Fällen nur mit Sauerstoff aus Atemgeräten überleben.

Osteoporose (Knochenschwund)

XRayChest0003_M
ist die Auflockerung des Knochens durch Schwund der festen Knochenmasse. Im Alterungsprozess ist dieser Vorgang normal. Selbst dieser wird durch Rauchen beschleunigt.

Sucht

Versuchung

Sucht

Neben den genannten Beeinträchtigungen der Gesundheit entsteht durch das Nikotin aber auch eine Sucht.

Bei einer Nikotinabhängigkeit bestehen alle typischen Merkmale einer Sucht.
  • Das heftige Verlangen, das nicht zu kontrollieren ist.
  • Reduktions- oder auch Aufhörversuche, die permanent misslingen. In der Folge ein oft noch erhöhter Konsum von Zigaretten.

Ein weiteres, gravierendes Problem ist die allgemeine Verfügbarkeit von Tabakprodukten. Diese Legalität führt auch dazu, dass sich die Abhängigkeit für den Betroffenen unproblematischer darstellt als beispielsweise eine Abhängigkeit von illegalem Heroin. Wobei jedoch die Abstinenz von Heroin leichter zu erreichen ist, als die von Nikotin.
Abhängigkeit von Nikotin wird, weil es legal ist, oftmals nicht als schwerwiegende Suchterkrankung wahrgenommen.
Gleichwohl ist die Suchtentwicklung auch unterstützt durch die sogenannte bivalente Wirkung des Nikotins. Jeder Raucher weiß, dass er seine Zigarette in eigentlich völlig unterschiedlichen Ausgangssituationen wirksam einsetzen kann. Egal ob er nach einer langen Nachtschicht völlig müde ins Auto steigt, die Zigarette bringt in wieder nach vorne, macht ihn wieder wach. Egal ob er nach einem Anpfiff seines Chefs mit einem Puls von 180 und völlig aufgeregt zu seinen Kollegen kommt, die Zigarette bringt ihn wieder runter, macht ruhiger.



Weitere Fragen und Antworten zu den Gesundheitsrisiken finden Sie hier >>>
asdfasdf